Seit 2017 bringt die Cyclingworld Europe Fahrrad nach Düsseldorf – und das in stetig wachsendem Maße: 35.000 Besucher auf dem Messegelände. Kein Wunder, lockte doch in diesem Jahr strahlender Sonnenschein an direkt allen drei März-Messetagen die Besucher.

Inhalt
- Cyclingworld 26 – Rahmenprogramm
- Demoworld
- Urban Hub
- Willkommen in der Bloggerwelt
- Unser Buch auf der Cyclingworld
- Radreise Erlebnis – da geht noch mehr
- Trend 32 Zoll
- Unsere Highlights der Cyclingworld 2026
- Norwid – Bikes für Velosophen
- Thule – entspannt rückwärts
- Geos – e-Purismus
- HP Velotechnik – sportlich und bequem
- Packtaschen – wackelfreie Variante von Speck
- M83 – Pinion Gewichtswunder
- Bike Ahead Composites – The Superfast
- Bulls Vuca Evo AM 2
Rahmenprogramm Cyclingworld Europe 2026
Demoworld: Biken ist für alle da

Rad Enthusiasten konnten sich nicht nur an 500 Messeständen zu allem Neuen aus der Bike Branche informieren, sondern im großzügigen Außengelände des Areal Böhler auf der Demoworld Testbikes leihen und nach Lust und Laune auf dem Testparcours oder der Offroad Test Area ausprobieren. Das taten dann auch 6.000 Testfahrer mit 20.000 Testfahrten, nirgendwo kannst du Bikes besser vergleichen als hier!
Der Zuwachs an Ausstellern von etwa 20% machte sich bemerkbar, denn so kamen neben neuen Ausstellern direkt auch neue Hallen hinzu, unter anderem wurde die Rheinriff-Halle mit ihrer beindruckenden Surfwelle integriert. Mit zahlreichen Events rund um die Messe spricht die Cyclingworld alle Radgruppen an, egal ob Rennrad, MTB, Citybikes, E-Bikes, Lastenräder oder Kids-Bikes. So fanden sich neben Sport-Enthusiasten ebenso Genießer und Familien. Auch die gastronomischen Highlights auf dem Messegelände ließen keine Wünsche offen.

Neu dabei: Urban Hub
Beim Rad-Rave mit Live DJ Dom Whiting auf dem Bike nahmen über 500 Radfahrende teil und eröffneten so ein Radwochenende Deluxe. Und beim Urban Hub mit noch einmal 15.000 Besuchern im Zentrum von Düsseldorf gab es mit einer Teststrecke im Hofgarten direkt die passende Fahrt durchs Grüne. Übrigens kann die Cyclingworld auch „Guter Zweck“: 10.000 Euro gingen als Teil der 4.000 Fachbesucher-Eintrittsgelder an die Well:Fair Foundation.
„Die Cyclingworld Europe 2026 war in vielerlei Hinsicht ein besonderer Meilenstein: Noch nie durften wir so viele Besucher begrüßen, und gleichzeitig war die Atmosphäre so entspannt und inspirierend wie selten zuvor“. Besonders der Urban Hub habe „neue Perspektiven aufgezeigt“, die man gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf weiterentwickeln wolle.
Messechef Stefan Maly
Willkommen in der Bloggerwelt
Ganze 400 Medienvertreter berichteten von der Cyclingworld. Wie großartig, dass wir auf Einladung der Messe zwei Tage Teil davon sein durften. Und das nun schon seit mehreren Jahren. Fast schon familiär ist es dann auch unter vielen Bloggern, für die die Messe nebenbei eine wundervolle Möglichkeit ist, sich mal außerhalb des virtuellen Raums zu sehen. Das gilt natürlich genauso fürs Publikum, denn in der Bloggerlounge konnte man „seinen Bloggern“ an allen drei Tagen in 22 Programmpunkten hautnah begegnen.
Unser Radreiseglück Buch auf der Cyclingworld
Wir präsentierten dabei unser neues Buch „Von der Bank auf den Sattel“, neben einer Lesung bei voll besetzter Lounge wurde von den Zuhörern die Möglichkeit genutzt, direkt ein signiertes Exemplar mit nach Hause zu nehmen. Auch auf der Messe haben wir uns gefreut, unseren Fans zu begegnen: „Dürfen wir euch mal kurz ansprechen? Wir wollten euch mal danke sagen für euren Blog über den R1, wir sind schon einen ganzen Teil gefahren!“ Solche Begegnungen sind für uns die größte Motivation und der Lohn all der Arbeit.



Das Gefühl Radreisen – da geht noch mehr auf der Cyclingworld Europe
Für uns vermittelt schon ein gepacktes Rad ein ganz bestimmtes Gefühl. Wir konnten an deutlich mehr Ständen als in den Vorjahren das Thema Radreisen und Bikepacking entdecken. Der Trend zum Gravel und Microadventure bleibt ungebrochen.
In jedem Fall gäbe das Gefühl „Abenteuer“ Raum für eine extra Outdoor-Ausstellungsfläche. Vielleicht in Verbindung mit Erzählungen von Abenteuertrips auf dem Rad, so wie wir es auch machen und schon im Rahmen der Bloggerlounge umsetzen. Halt ein Bereich zum Träumen und Träume wahr werden lassen. Und für weiteres Zubehör aus dem Outdoor Bereich.

Trend 32 Zoll
Einen unübersehbaren Trend gab es neben viel Titan definitiv auf der Cyclingworld Europe 2026: 32 Zoll Laufräder.

Da steht man am Anfang tatsächlich etwas staunend vor. Denke ich da an die 26 Zoll Laufräder meines MTBs aus den 90ern, ist es fast schon wie David versus Goliath. Ich musste gleich mehrere Fotos machen und wieder löschen, richtig klar wird die Dimension erst mit einer Person vor dem Rad zum Größenvergleich. „Und da soll man dann wirklich drauf fahren?“, scheint sich der Betrachter zu fragen. Ein Hingucker ist es aktuell in jedem Fall, wenn du mit einem solchen Rad auftauchst.
Konstruktionsbedingt sollten Fahrer solcher Bikes jedoch mindestens 1,75 bis 1,80 Meter Körpergröße mitbringen. Wie es sich fährt? Laufruhe dominiert ganz klar die Wendigkeit, logisch, es ist halt das Gegenteil von meinem 26‘‘ MTB!
Unsere Highlights auf der Cyclingworld Europe 2026
Klassische Reiseradanbieter finden vermehrt zur Cyclingworld. Kam zu Böttcher und VSF im vergangenen Jahr Tout Terrain hinzu, lockte die Messe 2026 nun auch Norwid hinzu. Bereits seit 2018 bin ich auf einem Norwid Skaggerak unterwegs, und so war der Besuch des Stands inklusive einem Interview (das leider einem Tonfehler zum Opfer fiel) eine besondere Freude.
Norwid – Bikes für Velosophen
Norwid hatte nicht nur die Klassiker am Stand, sondern mit dem Skagen-vollintegriert auch ein Rennrad mit gerade einmal 8,45 kg – wohlgemerkt aus hochfestem dünnwandigem Reynolds 931 Edelstahl. Da liegt der Rahmenpreis für ein solches Wunderwerk eines handgelöteten Rahmens schon bei 4.139 Euro mit Gabel, zusammen mit den feinsten Komponenten wie der Campagnolo Super Record S WL kommt so ein stolzer Preis von 12.200 Euro zusammen. Ach hätte ich doch extra Budget :D!


Thule – entspannt rückwärts

Auch im Bereich Transport gibt’s Innovationen. Wer mit seinem Fahrradträger zurücksetzt, kennt das Thema, dass es an Sensoren fehlt. Kennen wir beim Einparken an E-Ladesäulen ganz speziell! Also hat Thule diese einfach in seinem „Thule Epos Parc Secure“ integriert. Mittels In-Car-Unit und Smartphone-Kopplung hast du so eine akustische und optische Annäherungswarnung beim Einparken. Dafür gabs einen Cyclingworld Award. Nebenbei lässt sich der Träger platzsparend und gut verstaubar zusammenklappen.
Geos – e-Purismus
Eigentlich waren wir diesmal nicht für e-bikes für unsere Seite chargemybike.de unterwegs und wollten uns voll aufs Reisradeln konzentrieren. Doch das Geos mit der Pinion C1.12 hat‘s uns angetan. Mit seinem ikonischem Front- und Rücklicht und seinem absolut schnörkellosem Design ist es erst auf den zweiten Blick als E-Bike zu entlarven. „Wo steckt denn der Akku?“ war unsere erste Frage, „und lässt er sich austauschen?“ unsere zweite. Die Antwort lässt sich perfekt auf dem Foto ablesen, er sitzt mit 350 Wh geteilt in Unter- und Oberrohr und lässt sich durch Entfernung des Frontlichts austauschen. Und hinter dem Rücklicht versteckt sich smart die Ladebuchse. Beim Rahmen gibt’s die Wahl zwischen Stahl und Titan, bei den Schaltungen zwischen Pinion, SRAM-Kettenschaltung und Singlespeed.



HP Velotechnik – sportlich und bequem
Wer schon immer mal ein Trike ausprobieren möchte, ist auf der Cyclingworld richtig. Wir durften uns das HP Scorpion ansehen, an dem mit dem Streamer als Neuheit ein Wind- und Wetterschutz angebracht ist. Und haben vor allem darüber gestaunt, dass bis zu 35 Kilogramm Gepäck dran passen. „Nur mit der Bahn wird’s schwierig“, meinten wir zum HP Fachmann, der jedoch locker konterte: „Nee, lässt sich ganz schnell zusammenklappen! Eine interessante Wahl beispielsweise bei Problemen mit den Handgelenken wie Karpaltunnelsyndrom oder Bandscheibenproblemen.

„Die Cyclingworld war für HP Velotechnik ein furioser Beschleuniger mitten hinein in die Fahrradsaison. Nach dem langen Winter war es mit Händen zu greifen: Zeitpunkt, Location, Flair und die Lust der Besucher*innen aufs Fahrrad – alles hat gepasst! Gerade für uns als Manufaktur mit Radfertigung auf Bestellung ist der direkte Kontakt zu den Fahrradfans von zentraler Bedeutung. Deshalb sind wir erstmals mit Topneuheiten zur Cyclingworld gekommen – und müssen sagen: Der Auftritt in Düsseldorf hat sich absolut gelohnt!“
Alexander Kraft, Pressesprecher HP Velotechnik
Packtaschen – wackelfreie Variante von Speck
Keine Radreise ohne Packtaschen. Neben dem bewährten System von Ortlieb, das bei uns im Langzeit Test exzellent besteht, und den Taschen von Vaude gibt’s auf der Cyclingworld immer auch Produkte anderer innovativer Hersteller zu bewundern.
Interessant fanden wir in diesem Jahr besonders die Taschen des Herstellers Speck mit Fertigung in der Schweiz und 99 % Materialien aus Europa. Das Motto: Wetterfest & wackelfrei. Und in der Tat verwendet Speck ein Spannsystem, das auch den unteren Teil der Tasche so am Träger fixiert, dass Taschen auch offroad unten nicht abspringen lässt, wie es sonst manchmal passieren kann. Die Mini-Panniers gibt’s mit 23 Litern und 33 Litern Stauraum, die Zuladung liegt bei 10 kg. Die Verarbeitung ist sehr gut, der Preis liegt bei sportlichen 166,95/173,95 Euro pro Tasche.

Im Gespräch mit Markus Speck diskutierten wir, ob Taschen nicht wie herkömmlich an leichten Gepäckträgern einen optimaleren Platz finden im Vergleich zu Rahmentaschen und allen möglichen Anschraubpunkten. Vielleicht wird’s irgendwann mal eine Kombination aus Rahmentaschen und klassischen Gepäckträgern, das Beste aus zwei Welten sozusagen. Kommentiert gern eure Meinung!
M83 – Pinion Gewichtswunder für Optimierer
Ist es eigentlich auch möglich, eine Pinion in einem Gravel-Bike zu integrieren und es dabei unter 10 Kilogramm zu halten? M83 macht es mit einer Leichtbauversion seines „Vagabund P 12“ mit elektrischer Pinion Smart.Shift-Getriebeschaltung, Titanrahmen, Schmolke-Carbon-Teilen und Pirope-Laufrädern vor, 9,89 Kilogramm lautet das Ergebnis.

Bike Ahead Composites – Gravel Race superlight
Mit dem „The Superfast“ gewinnt All Ahead Composites den 2026 Cycling World Award in der Kategorie Gravel Bikes. Mit einem One-Piece-Monocoque Carbonrahmen besteht dieser aus einem Stück und wiegt nur 789 Gramm. In Top-Ausstattung bringt das Bike gerade einmal 6,85 Kilogramm auf die Straße. Dafür investierst du dann aber auch über 10.000 Euro. Es geht jedoch gegen Komponenten Eingeständnisse auch günstiger bei knapp 6.400 Euro los.

Bulls MTB
Mit dem „Vuca Evo AM 2“ schickt Bulls ein antriebsstarkes E-MTB an den Start, das sich in diesem Jahr den begehrten Cycling Award in dieser Kategorie sichern konnte. Für 8.499 Euro bekommst du hier einen Pinion Getriebemotor Pinion MGU E1.12 25/85Nm mit integrierter Schaltung inklusive Schaltautomatik, Riemenantrieb und modernster Federungstechnologie.

Cyclingworld Europe 2027 – SAVE THE DATE
Ihr habt 2026 verpasst? Kein Problem, tragt euch den Termin der Cyclingworld 2027 vom 12.-14. März 2027 direkt in euren Kalender ein.
Wie immer auf dem einzigartigen Gelände Areal Böhler in Düsseldorf: Innovationen checken, Testrides machen, fachsimpeln, staunen. Und das alles an einem Ort.

Warst du auf der Cyclingworld, was war dein Highlight? Ab in die Kommentare!
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